Naturheilmittel bei Sonnenbrand

Mit Hilfe der Natur

Viele Menschen sind wahre Sonnenanbeter und lassen sich im Sommer stundenlang am Strand oder auf Liege in der Sonne „brutzeln“. Aber die meisten vergessen dabei die Folgen für die Haut, welche durch dauerhafte Sonnenbestrahlung geschädigt werden kann.

Folgen für die Haut

Unter einem Sonnenbrand versteht man eine Rötung der Haut, welche entzündlich ist. Diese wird durch natürliche sowie auch künstliche Sonnenstrahlen hervorgerufen.
Sonnenbrand wird in drei Stadien unterteilt

Sonnenbrand 1. Grades – Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und leichte Schmerzen
Sonnenbrand 2. Grades – leichte Blasenbildung auf der Haut
Sonnenbrand 3. Grades – Ablösung der obersten Hautschicht, Zellen der Haut tief zerstört

Ein weiteres zusätzliches Symptom ist Fieber. Außerdem steigt durch Sonnenbrände das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Eine weitere Gefahr bei Sonnenbädern ist der Sonnenstich. Dabei kommt es zu einer Überhitzung des Gehirns. Dies kann zu Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen führen.

Natürliche Hilfe bei Sonnenbrand

Wer einmal einen Sonnenbrand hatte, wird die Begleiterscheinungen so schnell nicht vergessen. Hilfe gibt es beispielsweiße aus der Apotheke. Dort kann man verschiedene Mittel wie kühlende Gels und Cremes, Zinksalbe oder Panthenolspray erhalten.
Diese Hilfsmittel sind aber meist sehr kostspielig. Eine Preisgünstige Alternative, welche meist auch besser hilft, sind Naturheilmittel. Diese sind oftmals ganz einfach und rasch herzustellen.

Die gängigsten sind

Quark – kalten Quark auf der betroffenen Stelle auftragen, wirkt Entzündungshemmend und gleichzeitig kühlend.
Aloe Vera – den Saft der Pflanze direkt auf der verbrannten Stelle verreiben
Kalte Umschläge – den ganzen Körper mit gekühlten oder nassen Tüchern umwickeln, dies sengt die Körpertemperatur.
Joghurt – Honig Maske – Naturjoghurt mit Honig vermengen und auftragen, wirkt beruhigend
Gurke – frische und gekühlte Gurkenscheiben auf die entsprechende Stelle legen.
Wasser und Essig – diese zwei Komponenten im Verhältnis 2: 1 mischen und ein sauberes Tuch damit tränken und auflegen.
Eichenrinde – Tinktur oder Sud auf die Haut auftragen, dies hat eine Heilungsfördernde Wirkung
Zitrone – den frisch gepressten Saft auf die Haut auftragen
Petersilie – einen Bund waschen, zerkleinern (Saft muss austreten) und damit die Haut bedecken
Molke – Acht Esslöffel Molkepulver in lauwarmes Badewasser geben, gut verteilen und 20 Minuten darin baden. Anschließend die Lösung auf der Haut trocknen lassen.
Sanddornöl – Öl auf ein sauberes Tuch geben und auflegen.
Stärkemehl – Mehl und Wasser vermengen, anschließend diesen Brei auf die Haut streichen.
Eiweiß und Zucker – einen Brei aus diesen beiden Komponenten herstellen, auftragen und am Besten über Nacht einwirken lassen.
Schwarzer Tee – alte, abgekochte Teebeutel auflegen

Ein absolutes MUSS ist natürlich, wie bei fast jeder Erkrankung, dass Trinken.
Sollte danach keine Besserung eintreten bzw. die Symptome schlimmer werden, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen

Besondere Obacht bei Kindern

Besondere Sorgfaltspflicht sollte bei Kindern herrschen. Babys und Kleinkinder sollten nie der direkten Sonne ausgesetzt werden und immer eine Sonnenhut und leichte Kleidung anhaben. Dabei ist vor allem auf den UV- Schutz Faktor der Kleidung zu achten. Gegebenenfalls sollten Kinder auch eine Sonnenbrille tragen.
Auch an ein Eincremen mit einer Sonnenschutzcreme, am besten LFS 50, muss unbedingt gedacht werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch nach dem Eincremen ein Aufenthalt in der direkten Sonne zu vermeiden ist. Außerdem sollte man die Kinder nach dem Kontakt mit Wasser „nachcremen“.
Kinder reagieren wesentlich empfindlicher auf Sonneneinstrahlung als Erwachsene, sprich das Risiko eines Sonnenbrandes ist sehr viel höher. Auch die Gefahr eines Sonnenstiches ist immer gegeben. Kleine Kinder reagieren dabei oft mit Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen, aber auch Bewusstlosigkeit kann vorkommen. Des Weiteren kann bei gehäuften Sonnenbränden der Reparaturmechanismus der Haut dauerhaft geschädigt werden. Dies kann das Tempo die Hautalterung antreiben und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

Gefahr nicht nur im Sommer

Die Gefahr eines Sonnenbrandes ist aber nicht nur im Sommer allgegenwärtig. Auch im Winter kann man sich, beispielsweise beim Skifahren in den Bergen, eine Verbrennung der Haut zu ziehen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Der Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut, die durch UV-Strahlung verursacht wird. Im Sommer gehört der Sonnenbrand leider für viel zu viele Menschen dazu. Dabei kann man eine Menge tun, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Das direkte Sonnenbaden von 11 – 16 Uhr sollte vermieden werden,  in dieser Zeit ist die UV-Strahlung am stärksten. Auch auf die richtige Kleidung sollte geachtet werden. Ein Sonnenhut und ein halbärmlige T-Shirts und halblange Hosen gehören zu den gängigen Vorsichtsmaßnahmen. Und was keinesfalls fehlen darf: Das Eincremen mit einer Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor! Die Sonnencremes können heute in Form von Creme, Gel und Lotion gekauft werden.

Für was steht der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) steht für den Durchschnittswert, den ein Mensch in Anzahl von Minuten nach Auftragen der Creme mit LSF, in der Sonne verbringen kann, ohne dabei seine Haut zu gefährden. Bekommt jemand ohne Schutz, nach zehn Minuten Sonneneinstrahlung eine rote Haut, so bedeutet das, dass mit dem Auftragen einer Creme mit LSF 20, dieser Mensch 20-mal länger in der Sonne bleiben darf. Rechnerisch heißt das also 10 Minuten mal Faktor 20 = 200 Minuten. Dabei gilt das Motto: Schön dick auftragen. Denn nur, wer die Creme dick aufträgt, erhält genügend Schutz. Extra dick auftragen empfiehlt sich auf den ganz besonders empfindlichen Stellen wie:
Stirn,
Nase,
Ohren,
Nacken und Schulter,
Dekolleté und
die Fußrücken.

Schnelle Abhilfe für den Sonnenbrand

Wenn die Haut brennt wie Feuer, rot ist und eventuell sogar Bläschen wirft, so hat es einen doch erwischt. Den Sonnenbrand bemerkt man nicht bei der direkten Sonneneinstrahlung wie beispielsweise beim Bräunen, Bergsteigen oder Rad fahren in der prallen Sonne, sondern erst fünf bis sechs Stunden später. Fakt ist, sobald bemerkt wird, dass die Haut rot wird oder eventuell schon anfängt zu brennen, sollte die Haut sofort behandelt werden. Ganz wichtig hierbei ist die Kühlung. Denn Kälte führt dazu, dass der Schmerz gelindert wird und die Entzündung gehemmt wird. Dazu gibt es in den Drogeriemärkten spezielle Produkte für das Sonnenbaden danach. Meist bestehen sie aus hautverträglichen Substanzen, die eine kühlende Wirkung haben. Diese Produkte enthalten sehr viel Wasser und dafür nur sehr wenig Fett. Auch in den Apotheken erhält man Mittel wie das kühlende Gel von Fenistil oder das Panthenol Spray. Beide Produkte sind bestens dafür geeignet, die Haut zu kühlen, den Schmerz zu lindern und eine Entzündung vorzubeugen bzw. sie zu hemmen. Auch das Einnehmen von Acetylsalicylsäure (ASS) wird dringend empfohlen. Wird sofort nach den allerersten Symptomen 1000 Milligramm des Wirkstoffs ASS eingenommen, bremst dieser die Botenstoffe, die verantwortlich für die Auslösung der Entzündung sind.

Die bewährten Hausmittelchen

Wer im Kühlschrank Quark oder Joghurt zu stehen hat, dem steht die perfekte Kühlung zur Verfügung. Einfach vom Kühlschrank raus und sanft auf die betroffenen Stellen auftragen. Die sanfte Kühlung verschafft sofort Linderung. Für eine sehr entzündungshemmende Wirkung sind die Heilpflanzen Aloe Vera und Kamille bekannt. Wer auf diese Pflanzen allergisch reagiert, sollte darauf verzichten. Wenn die Haut Bläschen bildet und sogar vielleicht Fieber auftritt, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.