Wie gewöhne ich mir das Rauchen ab?

Welcher Raucher hat sich nicht schon mal diese Frage gestellt? Es gibt verschiedene Wege der Nikotin-Sucht den Garaus zu machen. Sei es die Teilnahme an einem Rauchentwöhnungs-Programm, durch eine Verhaltenstherapie, Hypnose, Akupunktur oder auch einer medikamentösen Therapie. Es gibt zahlreiche Angebote zur Rauchentwöhnung.

Die Angst vor dem Verzicht und dem mit sich bringendem Entzug schreckt viele Raucher vor der „letzten Zigarette“ ab. Man muss sich darüber im Klaren sein, wer aufhört zu rauchen, hat tatsächlich einen echten Entzug vor sich. Denn die Nikotinabhängigkeit ist eine echte Sucht.

Die Rauchentwöhnung

Startet man die Rauchentwöhnung mit genügend Motivation, sind die Entzugserscheinungen auszuhalten und keinesfalls so tragisch, wie vielleicht im Vorfeld angenommen.

 

Die Rauchentwöhnung kann in den ersten drei Tagen

      • ein starkes Verlangen nach Zigaretten,
      • schlechte Laune und Reizbarkeit
      • Angstzustände
      • Kopfschmerzen
      • Konzentrationsschwierigkeiten
      • Unruhe und Schweißausbrüche

verursachen.

Sind diese drei schwierigen Tage überstanden, gewöhnt sich der Körper allmählich an das nikotinfreie Leben und die Entzugserscheinungen lassen schnell nach.

 

Hilfreiche Tipps zur Rauchentwöhnung

Bevor der angehende Nichtraucher Tipps und Methoden zur Rauchentwöhnung anwenden kann, muss zu allererst der echte Wunsch vorhanden sein, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Nur weil plötzlich das Rauchen auf der Arbeitsstelle nicht mehr erlaubt ist oder die neue Freundin eine Nichtraucherin ist, wird einen Raucher in der Regel nicht genügend motivieren. Er muss eine Entscheidung getroffen haben und den festen Willen verspüren seine Raucherkarriere an den Nagel zu hängen. Nur wer es wirklich will, wird es auch wirklich schaffen.

 

Mit den folgenden Tipps und Methoden in ein raucherfreies Leben starten:

1. Selbstmotivation

Schreiben Sie sich auf, welche Vorteile Sie als Nichtraucher haben.

Weniger Mundgeruch, besserer Geschmack beim Essen und Trinken, die Kleidung stinkt nicht mehr, die Wohnung riecht angenehm, viel Geld sparen. Das sind nur ein paar wenige Gründe. Langfristig gesehen profitieren Sie von verbesserter Gesundheit und Kondition sowie einer längeren Lebenserwartung.

Verinnerlichen Sie sich Ihre ganz persönlichen Gründe und visualisieren Sie Ihr rauchfreies Leben und die damit verbundene neue Qualität Ihres Lebens.

2. Einen Termin festlegen

Je nach persönlichen Umständen, ist es ratsam, an einem stressfreien Tag mit dem Rauchen aufzuhören. Möglicherweise ist ein Urlaub geplant. Vielen fällt es in dieser Zeit am einfachsten, mit dem Rauchen aufzuhören. Liegt kein Urlaub an, legen Sie ein genaues Datum fest und halten sich dann auch daran.

3. Nehmen Sie Abschied

Verabschieden Sie sich ganz bewusst von allen Raucher-Utensilien. Aschenbecher und Feuerzeuge brauchen Sie nicht mehr. Werfen Sie alles demonstrativ weg. Vergessen Sie dabei nicht auch Ihre Proviant-Schachtel für den Notfall zu entsorgen. Es sollte sich nichts mehr in Ihrer Wohnung befinden, was Sie an das Rauchen erinnern könnte.

 4. Lenken Sie sich ab

Es ist leichter mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie beschäftigt sind. Jetzt ist die Zeit da, um ein neues Hobby zu beginnen. Dabei ist es völlig egal, ob Sie kreativ oder sportlich aktiv werden. Unternehmen Sie viel und verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft.

 5. Das Rauchritual ersetzen

Wenn Ihr Tag normalerweise mit einer Zigarette und einer Tasse Kaffee beginnt, gehen Sie stattdessen erst einmal duschen und gönnen sich danach Ihren Kaffee. Statt im Auto das Radio einzuschalten und dann eine Zigarette zu rauchen, legen Sie eine Audio-CD ein. Statt der typischen „Stresszigarette“ knabbern Sie an einer Möhre. Es sind die kleinen Rituale, die Sie mit etwas Neuem ersetzen müssen.

 6. Belohnen Sie sich

Sie sparen nun viel Geld. Überlegen Sie sich doch jetzt schon einmal, welche Freude Sie sich machen wollen. Sie können sich alle paar Tage eine Kleinigkeit gönnen, wie beispielsweise eine neue CD oder ein Kleidungsstück. Oder Sie legen für eine längere Zeit das eingesparte Geld bei Seite und gönnen sich nach ein paar Wochen ein neues Möbelstück oder ein Wochenend-Trip.

 7. Das Angebot von Nikotinersatz nutzen

Sie können das Verlangen nach Nikotin mit den verschiedensten Ersatzstoffen reduzieren. Probieren Sie einfach aus, ob Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis oder Lutschbonbons Ihnen den Weg zum rauchfreien Leben erleichtern.

 8. Erzählen Sie es Ihrem Umfeld

Holen Sie sich moralische Unterstützung. Involvieren Sie Ihre Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen in Ihrem Vorhaben. Eventuell ist ein Gleichgesinnter dabei, der sich Ihnen anschließt und Sie können gemeinsam aufhören.

 9. Ziehen Sie es durch

Gelegentlich können immer wieder Situationen eintreten, in denen Sie allzu gerne zu einer Zigarette greifen würden. Widerstehen Sie! Sie haben eine Entscheidung getroffen und Sie werden sehen, dass Sie diese Situationen auch ohne Zigarette bewältigen werden.

10. Professionelle Maßnahmen

Sollten Sie doch immer wieder rückfällig werden und es auf diesem Wege nicht schaffen, dann zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist für jeden etwas dabei. Informieren Sie sich über Akupunktur, Hypnose, Nichtraucherbücher, Seminare oder Online Kurse.

Sie haben in Ihrem Leben genug geraucht. Verabschieden Sie sich von dieser Zeit.

 


Ein Kommentar
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  1. Hallo,
    ich rauche seid 30 jahren, bin jetzt 49 Jahre und merke das mein Gesundheits Zustand immer schlimmer wird
    (bekomme schlecht Luft. Durchblutungsstörungen und kostet viel Geld.
    Seid 2 Tagen habe ich keine Zigarette mehr geraucht, habe sehr starke Entzugserscheinungen aber ich möchte durchhalten.

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