Was kann man gegen schwitzende Hände tun ?

Sicher kennt jeder das Problem, dass die Hände schwitzen. Das kann viele Ursachen haben. Oft ist es nur vorübergehend. Unangenehm ist es, wenn man in den Händen schwitzt und jemanden die Hand geben muss. Vermehrte Schweißbildung, auch in den Händen, kann durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden, genauso krankheitsbedingt sein. Bei Frauen, die in den Wechseljahren sind, haben schwitzende Hände meist eine hormonelle Ursache.

Doch wie kann man schwitzende Hände behandeln?

Als Erstes wird man Hausmittel ausprobieren. Hier versprechen Schüßler Salze großen Erfolg. Man gibt die Salze in eine Schüssel und badet mindestens 1 x täglich die Hände für 10 Minuten darin. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit im Rahmen der Hausmittel ist eine Kur mit Salbeitee. Diesen trinkt man 2 x täglich über einen Zeitraum von 3 Monaten. Betroffene berichten, dass auch das Lutschen von zuckerfreien Salbeibonbons eine Wirkung erzielt. Eine kurzfristige Hilfe bietet einfaches Babypuder. Man streut es in die Handinnenfläche und reibt sich die Hände. Helfen diese Hausmittel nicht, ist der nächste Weg der in die Apotheke. Verschiedene Salben, Deos oder Tabletten bekommt man rezeptfrei zu kaufen. Der Apotheker wird den Kunden beraten, welche Salbe für ihn geeignet ist. Oft sind schwitzende Hände mit Nervosität verbunden. Hier hilft es, 1 x täglich eine Tasse Baldriantee zu trinken. Schwitzt man trotz der angewandten Hausmittel weiter, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen. Dieser kann die Ursache genau feststellen und dementsprechend behandeln. Der Arzt wird den Schweiß auf Qualität und Quantität prüfen. Mit einem Jodtest überprüft der Arzt die Bereiche, an denen vermehrte Schweißbildungen auftreten.

Ist die Ursache geklärt, stehen dem Patienten einige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine davon ist die Behandlung des Handschweißes mit Aluminiumchlorid. Das ist auch der Bestandteil, der in den meisten Antitranspirantien enthalten ist, jedoch Patienten mit vermehrter Schweißbildung brauchen davon eine höhere Konzentration. Diese Substanzen dringen in die Schweißkanäle ein. Dort verbinden sie sich mit Keratin und so werden die Schweißdrüsen verstopft. Salben zur Behandlung von Schweiß müssen mindestens 2 x täglich aufgetragen werden, am besten morgens und abends. Die Leitungswasseriontohorese ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit. Bei dieser Methode werden die Hände in 2 Wannen gelegt, in denen sich eine Metallplatte sowie ein elektrischer Leiter befindet. Diese Wannen werden mit Wasser gefüllt und dann unter Strom gesetzt. Bei dieser Behandlung wird die Stromstärke kontinuierlich gesteigert. Der Patient teilt dem Arzt mit, wie hoch die Stärke sein darf, sodass er sie noch nicht als schmerzhaft empfindet. Mit dem bekannten Medikament Botox, das aus der Schönheitschirurgie bekannt ist, werden Schweißdrüsen betäubt. Diese Behandlung ist wirksam, jedoch muss sie in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um dauerhaft einen Erfolg zu erzielen.

Stellt der Arzt fest, dass die Schweißproduktion hormonell bedingt ist, wird das medikamentös behandelt. Hormonell bedingte Schweißproduktion ist vor allem bei Frauen in den Wechseljahren ein Thema. Kommt es aufgrund von Medikamenteneinnahmen zu Schweißhänden, muss man den Arzt kontaktieren. Er kann dem Patienten entweder die Dosis verringern oder ein anderes Medikament für die Beschwerden verschreiben. Oft müssen einige durchprobiert werden, bis die Nebenwirkungen, also das Schwitzen in den Händen nachlässt oder aufhört.
Menschen, die an Übergewicht leiden, neigen dazu, die Schweißproduktion zu erhöhen. Hier hilft eine gezielte Diät, die mit dem Arzt abgesprochen werden muss. Es kann passieren, dass Nervosität zu Schweiß in den Händen führen kann. In diesem Fall ist ein Psychologe der richtige Ansprechpartner. Mit gezielten Therapiesitzungen durch psychologische Behandlung werden die Symptome gelindert. Der allerletzte Ausweg ist eine Operation. Diese sollte aber genau überlegt werden, denn wie jede Operation, birgt auch diese gewisse Risiken. Bei einer Operation werden die Schweißdrüsen entfernt. Bevor man sich zu diesem Schritt entscheidet, wäre es von Vorteil, alle andere Behandlungsmöglichkeiten zu versuchen.

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