Schilddrüsenerkrankung und Gewichtsprobleme

26. Juni 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Es gibt eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, Hashimoto genannt, die dazu führt, dass dieses kleine, aber sehr wichtige Organ zerstört wird. In der Folge ist der Patient für den Rest seines Lebens dazu verurteilt, Schilddrüsenhormone einzunehmen und es ergeben sich daraus in vielen Fällen immer wieder Unter- aber auch Überfunktionen des Körpers.

Eine Userin hat uns erlaubt diesen Berich zu veröffentlichen. Bitte unbedingt darauf achten das Abnehmpräperate nicht für Menschen mit Schilddrüsenerkrankung sind. Das gilt ebenfalls für Lida.

Bericht :

Wer also beispielsweise, so wie ich jahrelang, immer wieder unter Panikattacken oder unerklärlichen Ängsten leidet, sollte die Ursache abklären und in diesem Zusammenhang auch die Schilddrüse untersuchen lassen. Bei mir war schon einige Zeit ungenutzt verstrichen, als ein Arzt schliesslich wegen der abnormen Werte meine Schilddrüse untersuchte und ich endlich die Schilddrüsenhormone verschrieben bekam. Eine konstante Einnahme über mehrere Monate brachte endlich die ersehnte Besserung und die Panikattacken gehörten damit der Vergangenheit an. Durchforscht man einmal das Internet, findet man darin jede Menge Berichte über die enorme Zunahme des Köpergewichtes, die scheinbar eine unvermeidliche Begleiterscheinung von Hashimoto zu sein scheint. Weiterhin erhält man in Foren den Tipp, keine Mittel zur Stärkung des Immunsystems einzunehmen, da diese den Zerstörungsprozess der Schilddrüse durch Hashimoto noch unterstützt.
Mit anderen Worten bedeutet das, was unseren Körper im Normalfall unterstützt und gut tut, kehrt sich ins genaue Gegenteil um. Weder Fitness noch irgendwelche Diäten können also wirklich helfen. Ich habe schon von berufswegen jede Menge Bewegung. Dazu kommt, dass ich sehr genau überlege was und wie viel ich davon esse. Ausserdem konsumiere ich weder Tabak noch Alkohol und trotzdem ändert sich nichts. Die enorme Gewichtszunahme und der Beginn der Krankheit fallen auf den gleichen Zeitpunkt und seither leide ich sehr unter, dass ich es nicht einmal schaffe, mein Gewicht wenigstens um ein oder zwei Kilo zu reduzieren. Deshalb habe ich mich entschlossen, Lida zu bestellen. Darin legte ich all meine Hoffnungen, auf diesem Weg meine frühere Figur wieder zu erreichen. Allerdings stellten sich nun zahlreiche Nebenwirkungen ein, mit denen ich zu kämpfen hatte.

Diese traten nicht erst nach einem gewissen Zeitraum ein, sondern sofort mit der ersten Einnahme. Ich verspürte einen eigenartigen Druck im Kopf und täglich nahmen Unruhe und Nervosität zu. Eine schlaflose Nacht, in der ich stündlich erwachte und nur kurz wieder einschlief, folgte der nächsten. Ein rasender Puls wurde begleitet von einem hohen Blutdruck, den ich nie vorher hatte. Eigentlich war ich immer ein Kandidat für einen eher zu niedrigen Blutdruck. Vor kurzem stellte sich dann das komplette Programm an Nebenwirkungen ein. Von Herzrasen, über Panikattacken und einem Puls von 115, bis hin zu Herzstolpern und kaltem Schweiss war alles vertreten. Diese Symptome hatte ich seit über zwei Jahren, seit dem die Hormone optimal zu wirken begannen, nicht mehr. Erst in der letzten Nacht wurde ich wegen der Herzattacken wieder von panischen トngsten geplagt, dass ich fast einen Arzt rufen musste.

Bevor ich mir mit Lida noch einen ernstzunehmenden, nicht reparablen Schaden zufügen würde, beschloss ich, die Einnahme zu beenden. Ausserdem konnte ich auch mit Lida absolut keine Gewichtsabnahme feststellen und das war ja der Sinn des Ganzen. Ich hatte mich aus Gründen der Vorsicht auch an die Dosierung von nur einer Tablette täglich gehalten. Das half aber nicht wirklich. Hunger und Appetit, die eigentlich weniger werden sollten, waren auch immer noch in normalem Mass vorhanden.

Wenn ich im Nachhinein darüer nachdenken, erscheint mir meine Entscheidung, die Tabletten einfach wieder abzusetzen, mehr als sinnvoll. Einem Arzt zu erzählen, dass ich zum Zwecke der Gewichtsabnahme diese Tabletten genommen habe, wäre mir auch unendlich peinlich gewesen.

Ansonsten bleibt mir nur noch zu hoffen, dass es anderen Schilddrüsenpatienten nicht ebenso ergangen ist wie mir. In der Beschreibung zu den Tabletten rät man zwar von einer Einnahme bei einer chronischen Erkrankung ab, es wird auch ausdrücklich auf Schildrüsenerkrankungen hingewiesen, aber das möchte man in seiner Verzweiflung lieber verdrängen.

U. aus Ö

Ein Kommentar
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  1. ich bin ebenfals schilddrüsen patientin und bin nun tot traurig das ich die tabs wohl absetzten muss, mir haben sie bisher leider nicht zum gewunschten gewichts reduktion, sondern zu genau die gleichen symptomatik wie hier beschrieben von U. aus Ö geführt, ich bin total verzweifelt, so viel geld und jetzt ??? Ich will abnehmen, weis nicht wies weiter gehen soll……………..

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