Richtige Ernährung bei Zuckerkrankheit

Diabetes mellitus, oder auch im umgangssprachlich Zuckerkrankheit genannt, bezeichnet eine Stoffwechselkrankheit bei der der zu sich genommene Zucker im Urin ausgeschieden wird. Der Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselkrankheit der westlichen Welt.

In der Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt befinden sich die Langerhans’schen Inseln, welche Betazellen enthalten. Durch eine Unterproduktion von Insulin erfolgt eine Zerstörung der Betazellen. Der Blutzuckerspiegel kann die aufgenommen Kohlenhydrate aufgrund des Insulinmangels nicht ausreichend abbauen. Kleine Arterien und verschiedene Organe, vor allem Augen und Nieren, werden durch den erhöhten Zuckergehalt im Blut geschädigt. Sehstörungen, Erblindung und Niereninsuffizienz sind die Folge. Schlecht heilende Wunden, mangelndes Schmerzempfinden (besonders an den Füßen) und Durchblutungsstörungen sind die Folge von Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus.

Es gibt den Typ 1 und den Typ 2 Diabetiker. Der Typ 1 Diabetiker, meist bei Kindern und Jugendlichen macht sich durch Gewichtsverlust, starken Durst und Müdigkeit bemerkbar. Die Patienten benötigen dringend die Gabe von Insulin, da sie sonst innerhalb kürzester Zeit versterben würden. Die Symptome des Diabetikers Typ 2 verlaufen meist schleichend und werden vom Patienten kaum bemerkt. Eine Kohlenhydratbilanzierte Diät müssen alle Diabetiker einhalten und auf ausreichend Bewegung ist zu achten.

Worauf ist beim Diabetes zu achten?

Um Spätschäden möglichst hinauszuzögern oder gar zu vermeiden sind regelmäßige Kontrollen und eine sorgfältige Stoffwechselführung erforderlich. Dazu gehören:

  1. Möglichst häufige tägliche Blutzuckerselbstkontrollen
  2. Begutachtung der Blutzuckerwerte und Blutzuckerkontrollen eines erfahrenen Arztes
  3. Regelmäßiges Kontrollieren der Augen durch einen Augenarzt
  4. Kontrolle und Prüfung der Sensibilität der Füße, regelmäßiger Gang zum Podologe
  5. Harnzuckerselbstkontrolle durch Harnsticks, erhältlich in der Apotheke
  6. Überprüfung des HbA1c-Wertes durch einen Labortest. HbA1c ist der Langzeitzuckerwert, das sogenannte Blutzuckergedächtnis, der letzten 8-12 Wochen. Normalwert bis maximal 7,0%.
  7. Der Patient kann durch Kohlenhydratbilanzierte Diät zur Verbesserung der Zuckerwerte beitragen.

Diabeteskost

Um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, sollte die Zufuhr von Kohlenhydraten auf bis zu 6 Mahlzeiten pro Tag aufgeteilt werden. Für Diabetiker muss zwar nicht extra gekocht werden, jedoch sollten sie auf Nahrungsmittel zurückgreifen, welche den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen. Vollkornprodukte sind stark sättigend und lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und sind deshalb besonders empfehlenswert.
Übergewichtige Diabetiker sollten wie auch gesunde Menschen auf übermäßiges Fett verzichten.

Insulinabhängige Diabetiker wird oft noch auch Broteinheiten geachtet. Eine Broteinheit entspricht 12g Kohlenhydraten. Broteinheitstabellen für die jeweiligen Lebensmittel sind im Internet zu finden. Diabetiker sind in ihrer Ernährung nicht komplett eingestellt, sie können genauso bei Grillfesten oder Abendessen mitessen- Kochrezepte und Tipps finden sich ebenso im Internet oder in speziellen Diabetesgruppen. Außerdem gibt es Kochbücher, extra auf die Ernährung Diabetiker abgestimmt. Im Ausland muss ebenfalls nicht auf exotische Kost verzichtet werden. Auch hier kann man sich vorab im Internet oder in Büchern informieren, oder in Foren nach den jeweiligen Speisen nachfragen. Mit der richtigen Ernährung kann jeder Diabetiker zu einem verbesserten Blutzuckerspiegel führen. Jeder Diabetiker sollte auf seine Ernährung achten, um seinen Zustand selbstständig zu verbessern und in den Griff zu bekommen.

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