Ernährung in den Wechseljahren

Es ist bekannt, dass die Wechseljahre für die Frauen viele Veränderungen mit sich bringen. Oftmals beginnen die Wechseljahre der Frau, wenn sie sich so um das 50. Lebensjahr befindet. Das deutlichste Zeichen der Wechseljahre ist bekanntlich das Ausbleiben der Regelblutung, doch auch Hitzewallungen und hormonelle Veränderungen sind deutliche Kennzeichen der Phase der Wechseljahre. Bei vielen Frauen bringen die Wechseljahre auch deutliche Gewichtsprobleme mit sich. Doch kann man heute mit der richtigen Ernährung schon vieles bewirken und die Wechseljahre um einiges erträglicher machen.

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel und so verschiebt sich auch das Verhältnis zu anderen Geschlechtshormonen. Der Körper vollzieht während dieser Zeit eine Art Anpassungsphase, welche jedoch meist mit Beschwerden und Missempfindungen verbunden ist. Durch den Rückzug des Östrogens reagiert der Körper mit solchen Beschwerden, wie es Herzrasen, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüchen und eine trockene Haut sind.

Ist die Hormonumstellung infolge der Wechseljahre vollzogen, so ist auch die Zeit gekommen, wo die Gefahr besteht, dass man an Osteoporose erkranken könnte, da sich auch die Knochen mehr und mehr abbauen. Aus diesem Grund sollte bereits während der Wechseljahre damit begonnen werden Nahrungsmittel zu bevorzugen, welche reich an Kalzium sind. Sehr reich an Kalzium sind Milch und Milchprodukte. Wenn Milch, Quark, Joghurt & Co auch reich an Kalzium sind, so muss aber dennoch darauf geachtet werden, dass sie nicht über einen sehr hohen Fettgehalt verfügen. Es gibt aber ebenso einige Gemüsesorten, welche stark mit Kalzium angereichert sind, dies sind unter anderem Fenchel, Brokkoli oder verschiedene Kohlarten. Auch manche Mineralwasser besitzen einen großen Kalziumanteil und sind deshalb auch zur Vorbeugung von Osteoporose bestens geeignet. Allerdings funktioniert alles nur im Zusammenspiel mit regelmäßiger Bewegung, auf die keineswegs verzichtet werden darf.

Auch für die Hitzewallungen gibt es ein Rezept, welches diese erträglicher macht und reduziert. Hitzewallungen entstehen nachweißlich dann, wenn der Blutzuckerspiegel abfällt. Aus diesem Grund kann es sich als positiv auswirken, wenn man statt zwei bis drei großen Mahlzeiten, lieber mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nimmt, da so der Blutzuckerspiegel oben gehalten wird und nicht gleich komplett in den Keller fällt. So erfährt der Körper nicht so starke und extreme Hitzewallungen. Jedoch sollte auf einen übermäßigen Konsum von Kaffee und Alkohol in den Wechseljahren verzichtet werden, denn auch diese könnten die Hitzewallungen verstärken.
Während der Wechseljahre verändert sich oftmals auch die Hautoberfläche, denn diese wird trockener und verliert Zusehens an Festigkeit und ihren klaren Konturen. Beschleunigt wird dieser Vorgang der Hautalterung zusätzlich durch UV-Strahlen und Zigarettenrauch, deshalb sollte dies auch möglichst vermieden werden. Um der Hautalterung entgegenzuwirken, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme während der Wechseljahre von großer Wichtigkeit. Denn durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme wird die Haut dabei unterstützt, schön und geschmeidig zu bleiben. Deshalb sollte täglich dem Körper zwischen 1,5 und 2 Liter Flüssigkeit zugeführt werden. Am besten hierfür eignen sich Tees möglich ungesüßt, Mineralwasser oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Durch ihren hohen Gehalt an Eiweiß sollte auch auf Molke und Buttermilch nicht verzichtet werden, denn genau der darin befindliche Eiweißgehalt hilft dabei, das Hautbild positiv zu beeinflussen. Bekanntlich hilft auch Vitamin C bei der Wiederherstellung und der Heilung der Haut, weshalb auf dem täglichen Speiseplan deshalb keineswegs frisches Obst, Gemüse und Salat fehlen dürfen. Um der Haut die Stabilität erhalten zu können, sind des Weiteren solch wertvolle Proteinquellen wie Joghurt, Käse und Quark erforderlich, welche fettreduziert nicht auf dem Speiseplan fehlen dürfen.

Eines der wohl größten Probleme in den Wechseljahren, welches fast drei Viertel aller Frauen betrifft, ist die Gewichtszunahme. Diese tritt selbst dann auf, wenn man nicht mehr oder sogar weniger wie vor den Wechseljahren isst. Das erklärt sich in der Muskelmasse, welche in der Gesamtheit abnimmt. Dadurch verbrennt der Körper weniger Kalorien, was einen Überschuss zur Folge hat und dieser Überschuss lagert sich in den Fettzellen ein, was wiederum zur Gewichtszunahme führt. Damit diese Gewichtszunahme nicht zu extrem ausfällt, sollte auf eine fettarme Ernährung geachtet werden. So ist es vorteilhafter Lebensmittel zu wählen, die industriell unbearbeitet sind und eine hohe Nährstoffdichte besitzen. Das betrifft bevorzugt Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, mageres Fleisch und Kaltwasserfische, wie zum Beispiel Sardinen, Lachs, Hering und Makrelen. Aber auch Vollkornprodukte und Kartoffeln dürfen auf dem Speiseplan nicht fehlen. Eine fettarme Ernährung erkennt man an einem kleinen Angebot von gesättigten Fettsäuren, die tierischen Ursprungs sind. Stattdessen sollte auf eine Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren großer Wert gelegt werden. Diese sind in Pflanzenölen wie Raps -, Oliven und Walnussöl enthalten. Diese ungesättigten Fettsäuren unterstützen nicht nur die Anpassung an einen geringeren Energiebedarf, sondern sichern gleichzeitig die Versorgung des Körpers mit gefäßschützenden und ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren beugen gleichzeitig der Arteriosklerose vor, welche die Gefahr von Schlaganfällen und Herzleiden mit sich bringen könnte. Aber auch hier ist eine Gewichtskontrolle nur in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung erfolgreich.

Nur wenn man diese verschiedenen Ernährungstipps beachtet wird man gut über die Wechseljahre kommen.

Vitamine und Mineralien für den Körper

Um sich gesund zu ernähren, ist es besonders wichtig, dem Körper Vitamine und Mineralien zuzuführen. Verzichtet man längere Zeit auf Vitamine und Mineralien, so wirkt sich das sehr leicht auf das gesamte menschliche Immunsystem aus, denn so haben verschiedene Krankheiten ein besonders leichtes Spiel. Und gerade in der heutigen Zeit kommt es vor, dass der Vitaminmangel schleichend zunimmt, denn gerade die in der Industrie hergestellten Lebensmittel verfügen nur noch über wenige oder gar keine natürlichen Vitamine und Mineralien für den Körper. So ist nachgewiesen, dass ein natürlich gewachsener Apfel vor circa 20 Jahren noch 80 Prozent mehr Vitamine und Mineralstoffe enthielt, wie das Obst heute. Deshalb ist es heute auch wichtig diesen Mineralien- und Vitaminmangel mit zusätzlichen natürlichen Vitalstoffen auszugleichen, um das Immunsystem und den gesamten Organismus zu stärken. Denn wenn der Körper ausreichend mit Mineralien und Vitaminen versorgt wird, ist das eine sichere Basis, welche der Körper benötigt, um sich Vital und gesund zu fühlen.

Viele der Vitamine sind nicht nur essenziell, sondern auch besonders lebenswichtig. Da der Organismus die meisten Vitamine nicht selbst herstellen kann, müssen diese aus der Nahrung aufgenommen werden. Eine Ausnahme hierbei bildet das Vitamin D, welches der Körper mit dem Sonnenlicht aufnimmt und Vitamin K, welche durch die Bakterien im menschlichen Darm gebildet werden. Dabei sind Provitamine eine Vorstufe der Vitamine, welche vom Organismus in die eigentliche Um ausreichende Vitamine zu sich zunehmen, wird empfohlen, täglich mehrmals Obst und Gemüse zu essen und so den Vitaminbedarf zu decken. Neben Obst und Gemüse gelten aber auch Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier als eine wichtige Vitaminquelle. Doch auch auf Vollkornprodukte, Nüsse und pflanzliche Öle darf nicht verzichtet werden, denn diese sind auch unentbehrliche Vitaminlieferanten. Vitamine sind jedoch sehr licht- und wärmeempfindlich, aus diesem Grund ist eine entsprechende Lagerung besonders wichtig.

Mineralien sind ebenfalls Stoffe, die für den Organismus von großer Wichtigkeit sind, denn nur wenn diese einzelnen Stoffe dem Körper zugeführt werden, kann davon ausgegangen werden, dass auch ein perfekter und intakter Ablauf aller Körperfunktionen garantiert wird. Bei Mineralstoffen handelt es sich um anorganische Nährstoffe, die der Organismus nicht selbst herstellen kann und daher nur mit einer entsprechenden Nahrung aufgenommen werden können. Um den Bedarf an Mineralstoffen zu decken, ist man deshalb auf Pflanzen angewiesen. Sie werden vom Organismus genauso wie die Synthese anderer Wirkstoffe gebraucht, denn sie dienen zur Aktivierung von einigen wichtigen Enzymen. Mineralien dienen aber ebenso der Regulierung des Wasserhaushaltes und sind am Aufbau von Enzymen, Wirkstoffen und Hormonen beteiligt. Anders wie bei den meisten Vitaminen können Mineralien nicht durch Hitze oder Lufteinwirkungen zerstört werden. Nur zu langes Kochen in Wasser kann Mineralien gefährlich werden, da die Nahrung so ausgelaugt wird.

Es gibt sowohl wasser- als auch fettlösliche Vitamine. Die fettlöslichen sind die Vitamine A, D, E und Kund werden mit fetthaltiger Nahrung aufgenommen. Wenn dem Körper zu viel dieser Vitamine zugeführt wird, so speichern sich diese im Fettgewebe und können bei einer übermäßigen Anreicherung zu gesundheitlichen Störungen führen. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören unter anderen B1, B2, B6, B12, Folsäure, diese Vitamine können mit dem Urin bei einem Überangebot ausgeschieden werden. Diese Vitamine sind überwiegend in Nahrungsmitteln zu finden, welche sehr kohlenhydratreich sind.

Das Vitamin A ist besonders wichtig für den Aufbau der Haut, das Wachstum, die Schleimhäute und auch für das sehen im Dunkeln verantwortlich. Vitamin A kommt in Lebensmitteln wie Blattgemüse, Karotten, Milchprodukten, Butter und Margarine vor. Bei den pflanzlichen Nahrungsmitteln findet man in der Vorstufe des Vitamins Betacarotin, aus welchen der Körper später Vitamin A herstellt. Die Aufnahme dieses Stoffs ist allerdings nur in Verbindung mit fetthaltigen Lebensmitteln möglich.

Vitamin B1 wird vom Organismus benötigt um Kohlenhydrate abzubauen, um aus diesen Energie zu gewinnen. Hierfür sind besonders Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Nüsse und Schweinefleisch, die über dieses Vitamin verfügen empfehlenswert. Für den Abbau von Eiweiß und Fett eignen sich Fleisch, Kuhmilch, Eier, Weizenkeime, Parmesankäse, Champignons und Geflügel, denn diese sind mit dem dafür verantwortlichen Vitamin B2 angereichert. Für die Unterstützung des Immunsystems, Nervensystems und dem Hormonhaushalt eignen sich besonders Produkte aus Vollkorn oder Bananen, da diese über viel Vitamin B6 verfügen. Das Vitamin B12 wird vom Organismus durch Nahrungsmittel wie Schweine- und Rindfleisch, Fisch sowie sauer eingelegte Konserven aufgenommen, diese dienen dem Aufbau roter Blutkörperchen. Doch auch Folsäure ist für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich und diese findet man in großen Mengen in Brokkoli, Leber, Weizenkeimen, Nüssen und grünem Blattgemüse.

Vitamin C auch Ascorbinsäure genannt, stärkt das Immunsystem und dient der Bildung von Haut und Knochen, dem Bindegewebe sowie den Anti-Stress-Hormonen. Zu den besten Lieferanten von Vitamin C zählen Apfelsinen, Kiwis, roter Paprika und Grünkohl. Und auch Eisen kann nur in Verbindung mit Vitamin C aufgenommen werden. Mit Fisch, Eiern und Butter nimmt der Organismus die Vorstufe des Vitamins D auf. Die Vorstufe wird dann in der Haut gespeichert und durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts in das Vitamin D umgewandelt, welches besonders für einen gesunden Knochenbau verantwortlich ist. Durch Vitamin E werden freie Radikale umgewandelt, dabei handelt es sich um Stoffe die Zellen schaden könnten und diese werden in weniger schädliche Substanzen umgewandelt.

Mineralstoffe sind chemische Elemente wie zum Beispiel Eisen, Kalium und Magnesium und diese kommen in pflanzlicher und tierischer Nahrung vor. Vom Organismus werden Mineralstoffe in unterschiedlichen Mengen benötigt. Die Aufnahme dieser erfolgt über pflanzliche und tierische Nahrung. Alle Mineralien erfüllen lebenswichtige und spezifische Aufgaben und sind aus diesem Grund für den Körper unverzichtbar. Denn besonders die Knochen, Haare, Zähne, Gewebsflüssigkeiten und Blut profitieren davon. Mineralien wie Phosphat, Kalzium und Magnesium werden im Skelett gespeichert. Das Mineral Kalium unterstützt den Wasserhaushalt in den Zellen und deshalb besonders für die Unterstützung der Nerven- und Muskelzellen erforderlich. Calium kann vom Körper nur in Verbindung mit Vitamin D aufgenommen werden, ist aber für Knochen und Zähne zwingend erforderlich. Fluorid, Phosphat und Magnesium sind Mineralien, welche besonders den Körperzellen, Zähnen und Muskeln zugutekommen, wobei Phosphat auch nur mit Vitamin D aufgenommen wird. Zum Aufbau des Hämoglobins, welches sich in den roten Blutkörperchen befindet, ist das Mineral Eisen erforderlich. Ohne Hämoglobin kann kein Sauerstofftransport unter den Zellen erfolgen.

Um ein gesundes Leben zu führen in welchen das Immunsystem und der menschliche Organismus ausreichend versorgt sind und bestens funktionieren sind Vitamine und Mineralien für den Körper zwingend erforderlich.

Wasser – ein Lebensmittel

Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel für alle Lebewesen der Erde. Allein der menschliche Körper besteht zu 60 bis 70% daraus und Wassermangel ist schädlich für jeden von uns. Trinkt man nicht genug, erhöht sich der Anteil an Giftstoffen in den Körperflüssigkeiten, was bei einem Flüssigkeitsverlust von über 20% lebensbedrohlich ist. Daher soll man immer genug trinken. Wie viel ein Mensch pro Tag trinken muss hängt vom Körpergewicht und von äußeren Umständen ab. Im Sommer beispielsweise muss man mehr trinken, da viel Flüssigkeit durch Schweiß verloren geht. Auch wer viel Sport treibt muss die verlorene Flüssigkeit durch viel Trinken wieder auffüllen. Ein Mensch der 50 kg wiegt, benötigt an einem Tag ohne viel Hitze und ohne Sport zu treiben zwei Liter Wasser. Bei Menschen mit 90 kg Körpergewicht sind es bereits 3,6 Liter. Daher empfiehlt es sich zu trinken, wann immer man die Gelegenheit dazu hat. Kinder und Säuglinge brauchen außerdem mehr Flüssigkeit pro kg Körpergewicht. Dies sollte man unbedingt bei der Ernährung berücksichtigen.

Nun bieten sich uns in Supermärkten verschiedene Arten von Wasser von denen eines gesünder sein soll, als das andere. Auch Leitungswasser, welches bei jedem von uns aus dem Hahn kommt, kann zur Deckung des täglichen Wasserbedarfs verwendet werden. Egal welche Art von Wasser man wählt, solange das Wasser nicht verschmutzt ist, erfüllt es den Zweck den Körper gesund zu erhalten. In den meisten europäischen Ländern kann man Leitungswasser problemlos trinken. Anderswo empfiehlt es sich, zuerst Informationen über das Wasser einzuholen und sicherzustellen, dass es nicht verschmutzt ist. In Deutschland kann man sich bei den lokalen Wasserwerken genaue Informationen über das Leitungswasser der jeweiligen Region einholen.

In Flaschen zu kaufen gibt es verschiedene Arten von Wasser. Zum einen gibt es Tafelwasser, darunter versteht man Leitungswasser, das in Flaschen abgefüllt wurde. Zusätzlich wird dieses Wasser eventuell mit Kohlensäure und Mineralien versetzt, was man auf dem Etikett nachlesen kann. Eine Alternative hierzu bieten Quellwässer, die zwar von Quellen abgefüllt werden, die aber einen Mineraliengehalt von 1g/l nicht erfüllen müssen. Dieses Wasser stammt von einer Quelle, die durch Gestein fließt in dem das Wasser nicht viele Mineralien aufnehmen konnte. Dann gibt es noch die sogenannten Heilwässer, welche belegte medizinische Wirkung aufweisen. Sie enthalten einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, welche einen Einfluss auf die Verdauung haben. Dadurch kann das allgemeine Wohlbefinden erheblich verbessert werden. Es gibt in dieser Kategorie außerdem Wasser, das eine bestimme Zusammensetzung erfüllt, beispielsweise einen besonders hohen Jodgehalt. Daher sind diese Wasser besonders geeignet, wenn man nicht nur Wassermangel sondern auch den Mangel an einem oder mehreren Mineralien vorbeugen will. Um das richtige Wasser zu finden muss man allerdings die Zusammensetzung und Inhaltsstoffe auf dem Etikett berücksichtigen. Manchmal werden Heilwässer auch als Mineralwasser verkauft und hier dann meist mit Kohlensäure versetzt.

In Wasser enthaltene Stoffe können von verschiedenen Quellen herstammen. Bei den Mineral- und Heilwässern kommen diese von den Gesteinsschichten durch die das Wasser fließt. Bei Leitungswasser ist es ähnlich, allerdings fließt dieses nicht durch besondere Gesteinsschichten, sondern, wie der Name schon sagt, durch Leitungen und Rohre. Durch Bleirohre transportiertes Wasser enthält meist Spuren von Blei. Bei Kupfer und Chrom verhält es sich ähnlich. Diese Metalle kommen von legierten Wasserhähnen, durch die das Wasser fließt. Ebenso wie Nickel, Zink und Eisen. Aluminium wird eventuell durch die Wasseraufbereitung freigesetzt und Natrium und Kalium gelangen ebenfalls meist durch menschliche Einwirkung ins Wasser. Phosphor gelangt durch Abwässer ins Grundwasser oder wird zugesetzt um Korrosionen und Ablagerungen zu verhindern. Nitrat und Nitrit sind Hinweise auf organische Verunreinigungen des Wassers und Eisen und Mangan im Wasser sorgen für Trübungen und verändern den Geschmack. Allgemein enthält Wasser immer Sauerstoff. Welche dieser Mineralien im Wasser enthalten sind und in welchen Mengen, hängt vom Wasser und den äußeren Umständen ab. Deswegen sollte man, wenn man sicher gehen will, sich Informationen über die Herkunft holen, besonders wenn man Leitungswasser problemlos täglich trinken möchte.

Unsere Erde besteht zwar zu über 70% aus Wasser, jedoch sind nur 0,03% davon trinkbares Wasser. Dieses wird täglich verschmutzt durch den übermäßigen Gebrauch von Waschmittel, Chemikalien und Medikamente, die in den Abfluss gelangen und die falsche Entsorgung von Altbatterien. Um dieses wichtige Nahrungsmittel zu erhalten, sollte man Verschmutzungen jeder Art unbedingt vermeiden. Viel trinken ist dennoch wichtig, und hierbei sollte man an Wasser nicht sparen.

Käse – ein unterschätztes Nahrungsmittel

Viele Menschen können sich Käse aus ihrer Ernährung nicht mehr wegdenken. Er ist sehr schmackhaft und in zahlreichen Varianten erhältlich. Käse ist gesund, hat einen hohen Nährwert und gehört zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. In Europa, Nordamerika und Australien zählt Käse zu den Grundnahrungsmitteln. Bei Kindern und Erwachsenen ist er gleichermaßen beliebt. Während Kinder gern Frisch- oder Schmelzkäse sowie Käsesorten mit etwas lieblichem Geschmack, beispielsweise Edamer, bevorzugen, sind bei Erwachsenen die herzhaften Sorten, wie z.B. Limburger, Gouda oder Höhlenkäse beliebt.

Ursprünglich wurde Käse hergestellt, um die Milch haltbar zu machen. Man geht davon aus, dass mit der Herstellung von Käse bereits während der Domestizierung von Schafen und Ziegen in der Mittelsteinzeit, ungefähr zwischen dem 10. und 8. Jahrtausend vor Christus, begonnen wurde. Den Menschen standen große Mengen an Milch zur Verfügung, die es galt, haltbar zu machen. Die einfachste Form der Käseherstellung nahm ihren Lauf, indem die Milch an einem warmen Ort säuerte und zu gerinnen begann. So entstand der erste Sauermilchkäse. Später bediente man sich immer neuerer und modernerer Methoden, um Käse herzustellen. Wahrscheinlich entwickelte sich die Käseherstellung an vielen verschiedenen Orten der Welt, unabhängig voneinander. Später wurden die Rezepte zur Käseherstellung zwischen den verschiedenen Völkern und Kulturen ausgetauscht.

Schätzungen zufolge gibt es inzwischen mehr als 5.000 verschiedene Käsesorten. Die Sorten werden nach ihrem Fettgehalt, nach der Herkunft der Milch (z.B. Kuhmilch, Ziegenmilch), nach ihrem Wassergehalt oder nach ihren Kulturen (z.B. Schimmelkäse, Sauermilchkäse) eingeteilt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Sauermilchkäse, Labkäse und Molkenkäse. Klassische Beispiele für Sauermilchkäse sind Quark und Frischkäse, die mit verschiedenen Zusätzen verfeinert werden können, je nach Geschmack. Labkäse wird aus Süßmilch hergestellt. Die im Lab enthaltenen Enzyme Pepsin und Chymosin spalten das Milcheiweiß Kasein. Dieser Vorgang führt zum Gerinnen der Milch. Die Milch wird dabei nicht sauer. Hart- und Schnittkäse sind Labkäse. Das Lab wird aus den Mägen von Wiederkäuern oder aus der Pflanze Labkraut gewonnen oder wird künstlich hergestellt. Molkenkäse wird aus Süßmolke hergestellt. Die Molke wird erhitzt. Dabei kommt es zur Ausfällung der Eiweiße Globulin und Albumin, wodurch der Käse seine Konsistenz erhält. Alle diese Käsesorten können durch die Zugabe verschiedener Stoffe und durch spezielle Herstellungsmethoden, Reifung und Lagerung noch geschmacklich verändert werden.

Der Wassergehalt des Käses bestimmt seine Konsistenz. Zu den Käsesorten mit dem höchsten Wassergehalt gehören Frisch- und Weichkäse. Schnitt- und Hartkäse haben den geringsten Wassergehalt. Nach seinem Fettgehalt unterscheidet man den Käse von Magerkäse mit weniger als 10 % Fett in der Trockenmasse bis hin zu Doppelrahmkäse mit einem Fettgehalt bis zu 87 % Fett in der Trockenmasse. Während seiner Lagerung verliert Käse an Feuchtigkeit, der Fettgehalt des Käses kann zunehmen. Die Trockenmasse bleibt erhalten, sodass sich der Fettgehalt der Trockenmasse nicht verändert.

Bei der Herstellung von Käse wird der Milchzucker, die Laktose, fermentiert. Dabei entstehen Milchsäure und Kohlendioxid. Unter bestimmten Reifebedingungen können sich geringe Mengen Wasserstoff bilden. Wasserstoff ist nicht wasserlöslich und kann daher nicht von der Käsemasse aufgenommen werden. So entstehen die Löcher im Käse.

Käse ist ein gesundes Lebensmittel. Da er ein Milchprodukt ist, enthält er lebenswichtige Stoffe, die auch in der Milch enthalten sind, beispielsweise Kalzium. Die im Käse enthaltenen Kulturen, z.B. Milchsäurebakterien, haben zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Menschen. Viele Menschen leiden unter einer Laktoseintoleranz, sie können den Milchzucker nicht verarbeiten, was zu Durchfällen führt. Aus diesem Grunde werden inzwischen laktosefreie Käsesorten angeboten. Neben dem natürlich hergestellten Käse wird inzwischen industriell hergestellter Kunstkäse, der als Analogkäse bezeichnet wird, verkauft.

Käse wird längst nicht nur als Brotbelag verwendet. Er kann zur Verfeinerung der verschiedensten Speisen wie Soßen, Aufläufen, Pizzen und Salaten, verwendet werden. Klassische Speisen mit Käse sind Käsefondue oder Raclette. Verschiedene Käsesorten in Kombination mit Rotwein werden häufig zu festlichen Anlässen serviert.